Fortgeschrittene Softwarearchitekturen

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 Letzte Aktualisierung 07/2026
 Türkçe

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Die Weiterbildung dient der beruflichen Weiterentwicklung. Das erworbene Zertifikat ersetzt bei Weiterbildungen, für die ein MYK-Befähigungszertifikat verpflichtend ist, nicht das entsprechende MYK-Befähigungszertifikat.

1. Weiterbildungsübersicht und Format

Die Dauer und das Format der Weiterbildung wurden unter Berücksichtigung der betrieblichen Auslastung Ihrer Einrichtung in zwei alternativen Varianten angepasst: Präsenzunterricht (4 Tage) oder Online (8 Tage – halbtägige Sitzungen).

 Bezeichnung der Weiterbildung

Fortgeschrittene Softwarearchitekturen

 Zielgruppe

Senior-Entwickler, technische Leiter und angehende Softwarearchitekten (geschlossene Gruppe mit 10 Teilnehmern)

 Alternative 1 (Präsenz)

4 volle Tage (in den Räumlichkeiten der Einrichtung) – insgesamt 20 Stunden

 Alternative 2 (Online)

8 halbe Tage (virtueller Klassenraum) – insgesamt 20 Stunden

 

 Alternative Zeitpläne

* Wichtiger Hinweis: Die unten angegebenen Weiterbildungszeiten dienen als Referenz und können entsprechend dem täglichen Arbeitsablauf Ihrer Einrichtung flexibel angepasst werden. Vor Beginn der Weiterbildung können die Zeiten in gegenseitiger Abstimmung entsprechend den Anforderungen Ihrer Einrichtung neu festgelegt werden.

 

Weiterbildungsinhalte

Modul 1: Grundlagen und Prinzipien moderner Softwarearchitekturen

  • Architektonisches Denken: Rolle und Verantwortlichkeiten eines Softwarearchitekten, Anforderungsanalyse (NFRs – Non-Functional Requirements) sowie Erstellung von Architecture Decision Records (ADR).

  • Grundlegende Prinzipien und technische Schulden: Anwendung der Prinzipien SOLID, DRY, KISS und YAGNI in Unternehmensprojekten, Codekomplexität (Cyclomatic Complexity) und Management technischer Schulden.

  • Moderne Architekturpatterns: Über die klassische Schichtenarchitektur hinaus; eingehende Analyse von Clean Architecture, Onion Architecture und Hexagonal Architecture (Ports and Adapters).

  • Domain-zentriertes Design: Identifikation von Use Cases, Dependency Rule (Abhängigkeitsregel) und Gestaltung einer von der Außenwelt isolierten Core-Schicht.

  • Praktische Fallstudie: Theoretische Neugestaltung einer Finanzanwendung mit monolithischer Struktur und Spaghetti-Code nach den Prinzipien der Clean Architecture sowie Trennung der einzelnen Schichten.

Modul 2: Verteilte Systeme und Microservices

  • Domain-Driven Design (DDD): Abgrenzung von Bounded Contexts, Entwicklung einer Ubiquitous Language sowie Entity-, Value Object-, Aggregate- und Repository-Patterns.

  • Migration zu Microservices: Sichere Strategien für die Migration von monolithischen Strukturen zu Microservices, Anwendung des Strangler Fig Pattern und Einsatz des Anti-Corruption Layer (ACL).

  • Kommunikation zwischen Services: Synchrone Kommunikationsmethoden (REST, gRPC), API-Designstandards (Richardson Maturity Model) und Design idempotenter Endpunkte.

  • API- und Traffic-Management: Gestaltung eines API-Gateways (Routing, Rate Limiting, Authentication), Service-Mesh-Architektur (Istio/Envoy) und Backend for Frontend (BFF) Pattern.

  • Service Discovery und Konfiguration: Service Discovery (Consul, Eureka) in dynamischen Umgebungen sowie verteiltes Konfigurationsmanagement.

Modul 3: Datenmanagement und ereignisgesteuerte (Event-Driven) Architekturen

  • Datenkonsistenz: CAP-Theorem, PACELC-Theorem und die Herausforderungen hinsichtlich der Datenintegrität durch den Ansatz „Database per Service“.

  • Verwaltung verteilter Transaktionen: Grenzen von Two-Phase Commit (2PC) und Verwaltung langlaufender Transaktionen mit dem Saga Pattern (Choreography- und Orchestration-Modelle).

  • CQRS-Architektur: Optimierung der Performance durch die physische bzw. logische Trennung von Lese- und Schreibdatenbanken mittels Command Query Responsibility Segregation (CQRS).

  • Event Sourcing: Speicherung sämtlicher Zustandsänderungen des Systems als Abfolge von Events anstelle der Speicherung des aktuellen Zustands sowie das Konzept des „Event Store“.

  • Asynchrone Kommunikation und Messaging: Message-Broker-Architekturen (Kafka, RabbitMQ), Publish/Subscribe Pattern, Eventual Consistency (letztendliche Konsistenz) und Dead-Letter-Queue-(DLQ)-Strategien.

Modul 4: Performance, Skalierbarkeit und Observability

  • Skalierungsstrategien: Dynamik der vertikalen (Vertical) und horizontalen (Horizontal) Skalierung, zustandslose (Stateless) Anwendungsarchitektur und Auto-Scaling-Szenarien.

  • Performanceoptimierung: Verteiltes Caching (Distributed Cache – Redis, Memcached), Strategien zur Cache-Invalidierung (Cache-Aside, Write-Through usw.) und Einsatz von CDNs.

  • Fehlertoleranz (Resilience): Fehlerbehandlung in verteilten Systemen; Entwicklung resilienter Architekturen mit Circuit Breaker, Retry, Timeout, Fallback und Bulkhead Patterns.

  • Cloud-Native und moderne Bereitstellung: 12-Factor-App-Prinzipien, Grundlagen der Containerisierung (Docker), Deployment auf Kubernetes sowie die Konzepte Pod und Service.

  • Observability: Erkennung von Systemengpässen durch zentrale Protokollierung (ELK Stack), Metriküberwachung (Prometheus/Grafana) und Distributed Tracing (Jaeger/Zipkin).

Die Weiterbildung steht für institutionelle Kooperationen offen (als Paket für die juristische Person einer Einrichtung/eines Unternehmens); individuelle Anmeldungen werden nicht angenommen. Die Weiterbildungsinhalte können entsprechend dem Teilnehmerprofil und den Bedürfnissen der jeweiligen Institution neu geplant werden. Nach gegenseitiger Abstimmung werden Umfang und Durchführungsform der Weiterbildung (Präsenz, Online) festgelegt und die entsprechenden Prozesse abgeschlossen. Nach Erreichen einer Einigung werden geeignete Tage und Uhrzeiten für die Teilnehmer Ihrer Einrichtung und unsere Lehrkräfte sowie der Ort der Durchführung festgelegt.

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